Gewässergeometrie
Die Erfassung der Gewässergeometrie dient zur späteren Kontrolle der vorhandenen Basisgeometrie
(ALK, Orthophotos, ATKIS). Es ist damit zu rechnen, daß es hierbei z.T. zu Abweichungen kommt,
da die vorhandenen Datenquellen teilweise ungenauer sind. Mit ihr werden die aufzunehmenden Sachdaten verknüpft.
Aufgenommen werden die beiden Uferlinien. Die Mittellinie wird rechnerisch ermittelt, evtl. können eigene Angaben dabei
berücksichtigt werden.
Querbauwerke und Dämme
Zusätzlich zur Gewässergeometrie können Sachdaten aufgenommen werden. Hierzu zählen wasserbauliche
Bauwerke, die entlang des Gewässers verlaufen können (z.B. Einlässe, Dämme zum Hochwasserschutz) sowie
Bauwerke, die quer zur Fließrichtung des Gewässers erbaut wurden (z.B. Brücken, Staustufen).
Es ist noch zu klären ob dabei die Geometrie dieser Bauwerke auch aufzunehmen ist.
Nähere Infos erteilt Herr Karolus.
Gewässerstrukturgüte-Kartierung
Weiterhin kann die Güte der Gewässerstruktur aufgenommen werden. Diese standardisierte Erhebung sagt
im wesentlichen aus, wie naturnah ein Gewässer ist. Kriterien hierbei sind z.B. Bewuchsverhältnisse, Struktur des
Gewässerbettes und -umfeldes.
Nähere Infos erteilt Herr Kändler.
Folgende Daten werden von der LfU Ausschnittsweise für dieses Projekt zur Verfügung gestellt:
Bislang wurden Datenerhebungen im Bereich der Gewässerfeinkartierung vorgenommen, indem eine Papierkarte
des Untersuchungsgebietes mit in das Untersuchungsgebiet genommen wurde. Hier zeichneten die Erfasser ihre
Beobachtungen per Stift ein.
Es liegt auf der Hand, daß es dabei leicht zu Ungenauigkeiten nicht nur bei der Aufzeichnung sondern auch bei der
späteren Übertragung der Ergebnisse kommen kann. Bei der Erfassung mit Hilfe eines PDA mit GPS-Empfänger
liegt der Vorteil nicht nur darin, daß der Erfasser immer genau weiß, wo genau er sich befindet, er kann seine
Beobachtungen auch gleich geordnet und elektronisch aufzeichnen, ein späteres GIS-datenbanktechnische
Übertragen der Beobachtungen entfällt.
PDA
»Personal Digital Assistant«, auch »Handheld« oder »Pocket PC«.
Wie der Name schon sagt - ein persönlicher,
digitaler Assistent, der sich bequem in der Hand halten läßt. Der PDA ist ein Mini-Computer, der sich nicht nur als
Adreß-Notiz-Kalender (»Personal Information Management«, PIM) eignet, es laufen auf ihm auch viele andere
Programme (z.B. ArcPad, siehe unten). Für GIS/Datenerfassung ist der PDA interessant, weil es sich mit einem GPS-Gerät
verbinden läßt. Via Bluetooth oder W-LAN können sogar online Daten abgerufen und ausgetauscht werden.
Die Eingabe erfolgt per Stift über den Touchscreen.
GPS
»Global Positioning System«.
Dient zur Ermittlung der eigenen Position auf der Erdkugel. Derzeit senden 27 aktiven Satelliten ihre Signale aus.
Werden vom Empfänger (z.B. GPS-Karte im PDA) mindesten 4 Signale empfangen, lassen sich
die WGS-Koordinaten berechnen. Die Positions-Genauigkeit hängt von verschiedenen Faktoren
(z.B. Anzahl der empfangenen Satelliten, genutzter Frequenzen, Leistungsstärke des Empfängers) ab.
In naher Zukunft wird alternativ das europäische Projekt »Galileo« zur Verfügung stehen.
ArcPad
Programm der Firma ESRI, das auf einem PDA mit Windows-Betriebssystem läuft.
ArcPad ist eine einfache Anwendung, die es erlaubt, räumliche Daten darzustellen.
Möchte man erweiterten Funktionsumfang erzielen, so greift man auf das Entwicklungstool ArcPadStudio zurück.
Hier können mit der Skriptsprache »Visual Basic for Applications« weitere Funktionen programmiert werden.